sandra rodriguez portrait
»In meiner Familie bemerken wir die Krise, weil mein Vater in einem Textilunternehmen arbeitete und viele geschlossen wurden oder ihren Betrieb ins Ausland verlagert haben.
Mein Vater ist 50 Jahre alt und es fehlt nun sein Gehalt im Haushalt. Mein Bruder studiert ebenfalls, deshalb müssen wir uns zusammen einschränken. Im Studium spüre ich direkt nur wenig Veränderung, meine Eltern haben mich immer unterstützt. Ich denke, dass die Menschen zu viel über die Krise sprechen, sie sollten aktiver werden und nach neuen Wegen suchen. Es gibt hier auch viele Unternehmer, die jetzt ihre Geschäfte eröffnen.
Die Ursache der Krise ist eine Misswirtschaft der öffentlichen Finanzen gewesen. Als wir der EU beigetreten sind, floss sehr viel Geld ins Land und es wurde schlecht verwendet.
Ich vertraue den Politikern nicht, weil sie falsche Versprechungen geben. Die Menschen sind sehr passiv, es wird zwar viel diskutiert, aber es passiert nichts. Ich glaube, dass es langsam eine Veränderung der Mentalität gibt und die Menschen anders denken werden.
Mein Wunsch ist es, hier zubleiben und nach dem Studium nach Chancen und Möglichkeiten in meinem Arbeitsbereich zu suchen.«
— Sandra Rodriguez, 19 Jahre, studiert Biologie
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